60 Jahre VSG
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60 Jahre VSG

Erinnerung an 60 Jahre Sport und Geselligkeit und ein Blick in die Zukunft Gelungene Jubiläumsfeier beim Hanauer Verein für Sport und Gesundheit   Die Kette der Dankesschreiben und –anrufe beim Vorsitzenden reißt nicht ab! Nach einer überaus gelungenen Jubiläumsfeier zum sechzigsten Geburtstag des Hanauer Vereins für Sport und Gesundheit (VSG) am vergangenen Samstag in der Kulturhalle in Steinheim haben die Mitglieder des Vereins jetzt vor allem das Bedürfnis, sich bei ihrem Vorstand für das schöne Fest zu bedanken. Walter Imgram, der mit einem engagierten Team (Günter Hartmann, Hermann Hlawa, Hildegard Hlawa, Helga Kaminski, Werner Kaminski, Martina König, Gudrun Otto-Nix, Adolf Stross) seit 2003 die Geschicke des VSG leitet, gibt den Dank gerne an die Kollegen weiter und ist selbst ein wenig stolz auf die Aktivitäten, die der Verein in seinem Jubiläumsjahr anbieten konnte und noch kann.   Im Reigen der Veranstaltungen war die festliche Geburtstagsfeier am Samstag mit mehr als zweihundert geladenen Gästen sicherlich der Höhepunkt dieses bewegten Jahres 2012. In seiner Begrüßungsrede betonte Walter Ingram denn auch, dass dies ein Fälligkeitstermin sei, um Vorstand, Mitgliedern und deren Angehörigen, Übungsleitern und allen Menschen, die den Verein bisher begleitet und unterstützt hätten, zu danken. Er erinnerte mit einem Zitat der Kinderbuchautorin und Friedenspreisträgerin Astrid Lindgren an deren Botschaft, sich eine Stück Kinderseele zu bewahren und wünschte allen, auch bis ins hohe Alter ein wenig Kind zu bleiben: „Es gibt kein Verbot für alte Weiber, auf Bäume zu klettern!“   Zahlreiche Vertreter der Stadt Hanau, des Steinheimer Ortsbeirates, des Main-Kinzig-Kreises, des Hessischen Behinderten- und Rehabilitations-Sportverbandes, des Landessportbundes und des Sportkreises Hanau sowie die betreuenden Ärztinnen und Ärzte des VSG begrüßte Walter Imgram mit herzlichen Worten. Sie gratulierten dem Geburtstagskind und erinnerten in ihren Grußworten noch einmal an die schwierige Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, an den Wiederaufbau nach der Zerstörung Hanaus im März 1945. Sie bewunderten den Mut und Einsatz der kriegsversehrten Vereinsgründer Eckhart Fischer-Defoy, Willi Nix, Wolfgang Günzel und Hans Samer, die am 2. September 1952 zusammen mit dem Hanauer Sportdezernenten Jupp Sütter den Verein zunächst als „Versehrten- Sportgruppe Hanau“ aus der Taufe hoben.   Es ist eine große Freude für den Verein für Sport und Gesundheit, dass im Jubiläumsjahr mit Wolfgang Günzel noch einer der vier Gründerväter aktiv als Sportler dabei ist. 60 Jahre lang diente er dem Verein, zum Beispiel als Vorstandsmitglied und auch als Übungsleiter. In seiner Begrüßungsrede bat Walter Imgram Wolfgang Günzel, aufzustehen und sich zu zeigen, und der Jubilar nahm sichtlich bewegt den anhaltenden Applaus der Festbesucher entgegen.   Musikalisch umrahmt wurde der Abend von drei jungen Musikern aus Bruckköbel, die mit einem Ausschnitt ihres klassischen Repertoires begeisterten und von Dr. Ernst-Dietrich Berndt am Klavier begleitet wurden. Dr. Berndt ist seit 35 Jahren als Betreuer der Herzportgruppen Vereinsmitglied des VSG und seit vielen Jahren auch Leiter und Koordinator der Ärztegruppe. Am Samstag bewies er einmal mehr seine Vielseitigkeit und führte als Moderator souverän durch das Festprogramm.   Mit großer Freude durfte er zum Beispiel seinen früheren Chef auf die Bühne bitten; einen Mann, der für seine ärztlichen Leistungen in unserer Region und auch überregional bekannt ist, und der außerdem viele Jahre lang Vorsitzender der Deutschen Herzstiftung war: Professor Dr. Hans-Jürgen Becker, Kardiologe, Intensivmediziner, früherer Direktor der Medizinischen Klinik am damaligen Stadtkrankenhaus. Er war 1978 Initiator für den Herzsport beim VSG. Auch zwölf Jahre nach Beginn seines bewegten Ruhestands ist Professor Becker dem Verein noch freundschaftlich verbunden. Er erinnerte an Zeiten, in denen Infarkt-Patienten sechs Wochen lang strikte Bettruhe einhalten mussten und an das langsame Vortasten und Umdenken der Mediziner in den siebziger Jahren, das den Patienten schon bald nach dem Infarkt angemessene sportliche Betätigung vorschlug: „Das war damals eine Revolution! Wir wussten ja zunächst nicht, wie viel Bewegung die frische Narbe aushalten konnte!“ Im damaligen Vorsitzenden Willi Nix fand der Mediziner einen zuverlässigen und flexiblen Partner für sein Koronarsport- Projekt, und so wurde der VSG Hanau einer der Pioniere des Herzsports in Hessen.   Gelungene Vorführungen von zwei Sportgruppen des VSG unter Regie der Übungsleiterinnen Birgit Büst und Martina König, die mit großem Beifall bedacht wurden, rundeten das Programm ab ebenso wie der furiose Auftritt einer Breakdancegruppe aus Freigericht. Die jungen Leute zeigten ein atemberaubendes Tanzprogramm zu rhythmischer Musik und wurden durch anhaltenden Applaus noch zu etlichen Zugaben animiert. Der Kommentar des Moderators an die anwesenden Herzsportler: „Bitte bloß nicht nachmachen!“   Nach den Ehrungen verdienter langjähriger Mitglieder und einem Dankeslied aller Festbesucher für Walter Imgram eröffnete der Vorsitzende das opulente und sehr schön angerichtete Bufett für die Gäste. So kam auch das leibliche Wohl an diesem Festtag nicht zu kurz.   Mit wunderschönen Blumensträußen dankte der Vereinsvorstand schließlich den Frauen und Männern, die geholfen hatten, das dieser Abend so erfolgreich verlaufen konnte und außerdem wurde großzügig die 150-Seiten-starke Vereinschronik verteilt, die der Vorsitzende aktiv mitgestaltet hat und die er seinen Gästen sehr ans Herz legte.   Zu munterer Tanzmusik eines Alleinunterhalters schwangen die Festbesucher anschließend das Tanzbein bis spät in die Nacht und alle waren sich am Ende einig: Ein wirklich gelungener Abend und eine würdige Jubiläumsfeier.